Was ist IHU? (Hydroforming)
Das IHU Verfahren ist eine sehr junge Technologie, der eine vielversprechende Zukunft vorausgesagt wird. Beim IHU Verfahren werden Formstücke aus Metall unter sehr hohem Druck zum Fließen gebracht. Dabei entstehen sehr exakte und leichte Bauteile mit extrem hoher Festigkeit. Beispielsweise ist es so möglich, Bauteile aus Stahl mit minimalem Gewicht zu produzieren, wie man sie gewöhnlich nur sehr aufwendig über die Faserverbundtechnik abbilden kann.

Aufgrund der hohen Grundkosten ist die Automobilindustrie derzeit Hauptnutznießer des IHU Verfahrens. Energie absorbierende Stoßfänger, Fensterrahmen mit integriertem Überrollschutz oder Fahrwerkskomponenten sind einige Anwendungsbeispiele. In der modernen Motorentechnik werden Verbindungen der Hochdruckeinspritzung mit Hilfe von IHU produziert. Ein weiteres Feld ist die Kalibrierung von Bauteilen, wie sie im Aluminium Spaceframe notwendig ist.

Durch das neue Druckkörperverfahren wird diese Technologie nun für viele weitere Anwendungsbereiche lukrativ. Die Entwicklung von Fahrradkomponenten ist zur Zeit konkret. Überall, wo geringes Gewicht gepaart mit hoher Festigkeit gefordert wird, können IHU Bauteile mit hervorragenden Werten aufwarten.

Ein weiterer Aspekt des IHU kommt durch die guten Fließeigenschaften von Edelstahl zum tragen. Edelstahl ist durch seine Korrosionsbeständigkeit und gute Verfügbarkeit bevorzugter Werkstoff bei besonders strapazierten Bauteilen. Kunststoffe und Leichtmetalllegierungen werden bisher jedoch überall dort bevorzugt, wo das Gewicht, komplexe Formen oder große Serien gefordert sind. In Kombination mit IHU ist es nun möglich, die Bauteile bei vergleichbarem Gewicht und deutlich höheren Festigkeiten in Edelstahl abzubilden.